Elektromyostimulation (EMS)

Das Kurhotel für Erwachsene in Janské Lázně bietet EMS (Elektromyostimulation) als Teil seines umfassenden Pflege- und Behandlungsangebots an. Diese klinisch erprobte Methode stellt eine effektive Kombination aus Physiotherapie und moderner Technologie dar. Sie hilft Patienten, Muskelkraft wiederherzustellen, muskuläre Dysbalancen auszugleichen und chronische Rückenschmerzen zu lindern.

Wie funktioniert der Rettungsdienst?

Bei natürlichen Bewegungen sendet das menschliche Gehirn über das zentrale Nervensystem Signale (Aktionspotenziale) an die Muskeln, was zu deren Kontraktion führt. Die EMS-Methode ergänzt diesen natürlichen Prozess: Mithilfe einer speziellen Weste mit Elektroden werden sanfte, sichere Niederfrequenzimpulse von außen an die motorischen Punkte der Muskeln abgegeben.

Während der Körper bei normalem Training etwa 60 % seiner Muskelkapazität nutzt, ermöglicht die externe EMS-Stimulation die gleichzeitige Aktivierung von bis zu 95 % der Muskelfasern. Zusätzlich dringen die Impulse auch in die tieferen Muskelschichten ein, die das tiefe Stabilisierungssystem der Wirbelsäule bilden (die sogenannte Rumpfmuskulatur). Diese Muskeln sind entscheidend für eine korrekte Körperhaltung, lassen sich aber durch normales Training nur schwer aktivieren.

Hauptvorteile des Verfahrens

  • Hohe Zeiteffizienz: Zwanzig Minuten angeleitetes EMS-Training bieten der Muskulatur eine vergleichbare Stimulation wie 90 Minuten herkömmliches mechanisches Training.

  • Minimale Belastung der Gelenke: Die Muskelaktivierung erfolgt durch elektrische Impulse, nicht durch das Heben schwerer Lasten. Dadurch werden Knorpel, Sehnen und Bänder nicht beansprucht.

  • Beseitigung von muskulären Ungleichgewichten: Der Therapeut kann die Intensität für einzelne Muskelgruppen am Gerät individuell regulieren, was eine gezielte Kräftigung geschwächter Bereiche (z. B. nach Verletzungen oder Operationen) und die Entspannung überbeanspruchter Bereiche ermöglicht.

  • Verbesserung der Körperstabilität: Durch die Kräftigung der tiefen Muskulatur werden Rückenschmerzen allmählich gelindert und die allgemeine Bewegungskoordination verbessert.

Für wen ist EMS geeignet?

Dank der Möglichkeit der präzisen Dosierung der Impulsintensität ist die Elektromyostimulation ein universelles Verfahren, das für ein breites Patientenspektrum geeignet ist:

  1. Patienten in der Genesungsphase: Beschleunigt die Wiederherstellung des Muskeltonus nach Verletzungen, Operationen oder längerer Ruhigstellung.

  2. Für Menschen mit chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates: Hilft dabei, die Muskulatur rund um die Wirbelsäule auf sichere Weise zu stärken und Verspannungen zu lösen, die durch einen sitzenden Lebensstil verursacht werden.

  3. Senioren: Hilft, Sarkopenie (Muskelschwund) vorzubeugen, verbessert die Stabilität und beugt Stürzen vor.

  4. Aktive Sportler: Dient als effektive Kompensationsmethode, um einseitige Belastungen auszugleichen und die Muskelkraft zu steigern.

Verfahrensfortschritt

Die EMS-Behandlung wird unter Anleitung von zertifiziertem Fachpersonal durchgeführt. Der Patient trägt spezielle Funktionsunterwäsche, an der der Therapeut eine angefeuchtete Weste und Gürtel mit Elektroden befestigt, um eine optimale Impulsübertragung zu gewährleisten. Innerhalb von 20 Minuten führt der Patient einfache, vom Therapeuten angeleitete Übungen (isometrisch und dynamisch) durch, die die Wirkung der Stimulation unterstützen. Die Impulsintensität wird kontinuierlich an das subjektive Empfinden des Patienten angepasst, sodass die Übung zwar intensiv, aber dennoch angenehm ist.

Kontraindikation

  • Akute Erkrankungen (bakterielle Infektionen, Entzündungsprozesse)
  • Jüngste Operationen an Stimulationsstellen
  • Arteriosklerose
  • Stents und Bypässe (weniger als 6 Monate nach der Operation)
  • Unbehandelter Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Schwangerschaft
  • Herzrhythmusstörung
  • Tumorerkrankung
  • Hämophilie
  • Epilepsie
  • Bauch- und Leistenhernie
  • Der Einfluss von Alkohol, Drogen und anderen Rauschmitteln